Montag, 29. September 2014

Rheinischer Sauerbraten

mein Blog hat zwar bewusst den Beititel "österreichischer Foodblog", da dem aber heute einmal aufgrund meiner Herkunft genüge getan sein soll :-) und ich auch immer wieder gerne über die Grenzen hinwegkoche, habe ich mich heute für

Rheinischen Sauerbraten




entschieden.



Entdeckt habe ich ihn bei einem längeren Aufenthalt im schönen Rheinland. Er benötigt zwar relativ viel Zeit und Aufwand, schmeckt aber einfach köstlich und ist ein richtiges Wohlfühlgericht! Viel Freude beim Nachkochen!

Ihr benötigt für mindestens 8 Personen oder zum Einfrieren:
  • mindestens 3 Tage an Vorlaufzeit.
  • ein schönes, etwa 2 kg schweres Rindfleischstück (Schulter) vom Fleischer eures Vertrauens. Tipp: vorbestellen!

sieht etwa so aus:

  • 500ml Rotweinessig
  • 500ml Rotwein
  • 5 Lorbeerblätter
  • ~15 Wacholderbeeren
  • 2 TL Pfefferkörner
  • 1 Bund Suppengemüse (Achtung bei Sellerieallergie, diesen einfach weglassen)
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 3TL Butterschmalz oder Öl
  • 1l Fleischfond
  • 120g leicht zu zerbröselnden Lebkuchen, ohne Belag oder Überzug 
  • 250g Rosinen (können auch später in der Sauce püriert werden)
  • 2-3 EL Apfelkraut (falls ihr, so wie ich nicht im Rheinland lebt, ersatzweise Apfelmarmelade, Apfelmus oder Apfelgelee)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker (ev. braunen)
Damit das Fleisch schön durchziehen kann und möglichst viel Geschmack der Marinade aufnimmt, mindestens 3 Tage vor dem Essen vorbereiten. Manche Quellen geben als Ziehzeit sogar bis zu 4 Wochen an, nach 3 Tagen schmeckt es allerdings auch schon sehr gut.




Für die Marinade in einem Topf Rotwein, Essig, 1l Wasser, Lorbeerblätter, Wacholderbeeren und Pfefferkörner aufkochen. 

Das Fleisch waschen und trockentupfen.

Nun die abgekühlte (!) Marinade über das Fleisch gießen und in einer Schüssel zugedeckt im Kühlschrank kalt stellen. Das Fleisch in der Marinade 3 Tage lang ziehen lassen und dabei öfters wenden, sodass es den Geschmack von allen Seiten her gleichmäßig aufnehmen kann.




Am Tag des Kochevents den Backofen auf 160 Grad Ober-und Unterhitze vorheizen.
Das Suppengemüse waschen, putzen und in kleine Stück würfeln. Ebenso die Zwiebeln feinhacken. 



Das Butterschmalz oder Öl in einem großen Bräter (notfalls geht auch ein großer, backofenfester Topf mit Deckel) erhitzen und das trockengetupfte (!) Fleisch (ansonsten bräunt es nicht) von allen Seiten her anbraten. 



Von der Marinade 200ml durch ein Sieb abgießen und beiseite stellen.

Zum Fleisch nun das gehackte Gemüse geben und ebenso anbraten. 

Mit Marinade und Fleischfond aufgießen. Lebkuchen so gut es geht zerbröseln und einrühren, Apfelkraut oder sonstigen Apfelersatz hinzufügen. 

Nun den Braten im Backofen 2 1/2 bis 3 Stunden lang schmoren lassen, dabei zwischenzeitig wenden.

Fertigen Braten aus dem Bratenfond nehmen und im Backofen auf einem Teller ruhen lassen. (So kann das Fleisch nocheinmal gut durchziehen)

Fond mit einem Pürierstab mixen (durch das Gemüse erhält er eine saucenartige Konsistenz) und etwa 10 Minuten gemeinsam mit den Rosinen kochen lassen.
Nun noch mit Zucker, Salz und Pfeffer würzen. Bei Rosinennichtmögern nochmals pürieren.




Den Braten vor dem Servieren in Scheiben schneiden und einzeln anrichten. (Achtung: bitte Sägen, nicht drücken, sonst zerfällt das Fleisch.)

Gemeinsam mit Sauce, Kartoffelknödeln und Rotkraut/kohl anrichten.

Guten Appetit!



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